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Mittwoch, 6. Juni 2012

EINFACH NUR DIE STRASSE ÜBERQUEREN ...

... ist in Uganda eine abenteuerliche Angelegenheit. der Verkehr ist wie schon oft erwähnt chaotisch und halsbrecherisch. besonders der Linksverkehr macht Kontinental–Europäern zunächst zu schaffen, denn natürlich guckt man anfangs IMMER in die falsche Richtung, links, während man von rechts schon vom Laster überrollt wird. 
besonders ist mir das jetzt an Isabel aufgefallen, die gerade hier angekommen ist und die ich ein paar Mal vor den sicheren Tod rettete. (ich bin ein Held. mit großer Macht kommt große Verantwortung.)

besonders schön aber dieses Detail: wenn man in Deutschland abseits von Zebrastreifen und Ampel über die Straße läuft und NICHT vorher den Verkehr beachtet, wird der überfahrende Kraftfahrzeughalter in  der folgenden Gerichtsverhandlung garantiert sagen, "der hat ja gar nicht geguckt, der ist selber Schuld!"
wie so oft läuft es in Uganda natürlich anders. WENN MAN EXTRA AUCH GEGUCKT HAT, bevor man sich ins Verkehrsgetümmel stürzte, also seine bürgerliche Pflicht als Fußgänger in DE erfüllt hätte, heißt es hier: "aber er hat mich doch gesehen, es ist seine Schuld dass er sich hat überfahren lassen!"
merke: möchte man in UG von der einen auf die andere Straßenseite kommen, am besten einfach draufloslaufen — zumindest rechtlich ist man auf der sicheren Seite.

Donnerstag, 31. Mai 2012

HOMOSEXUALITÄT IN UGANDA

Uganda ist ein sehr homophobes Land, das bekommt man schnell mit, wenn man hier lebt oder gelebt hat. das ist vor einiger Zeit ein bisschen bekannter geworden, als 2009 ein Gesetz verabschiedet werden sollte, dass homosexuelle Handlungen unter Todesstrafe stellt, die sogenannte Bahati Bill, benannt nach dem Politiker David Bahati, der das Gesetz durch das Parlament bringen will. 
Annika hat darüber eine Hausarbeit geschrieben und hatte mich gebeten, die Stimmen aus dem Volke einzufangen. eine schnelle Umfrage im Büro brachte folgendes Meinungspanorama:

Freitag, 11. Mai 2012

URLAUB AUF DEM LANDE (IN KUMI)

vor diesem ganzen Red–Cross–Week–Gedödel war ich außerdem zu Besuch bei Frank, dem Freiwilligen aus Kumi. er und Jandra wohnen am nördlichsten von uns allen, etwa vier Stunden von Jinja entfernt. alles schon ein paar Wochen her, aber besser spät als nie!

Stämme in Uganda, 
rechts mitte / oben die Iteso
Kumi ist Teso–Gebiet. die Iteso sind ein ugandischer Stamm wie die Basoga oder Baganda, die wir ja schon kennen. während die beiden letzteren zu der Ethnie der Bantu gehören, gehören die Teso zu den Niloten. (Ethnie > Stamm > Clan > Familie.)
als die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien die ugandischen Landesgrenzen zog, waren ihr die Bewohner wohl relativ Latte, denn wie man (weiter unten) sieht, gehören die nördlichen und südlichen Bewohner Ugandas nicht nur zu verschiedenen Stämmen, sondern auch zu verschiedenen Ethnien.
die nilotischen Völker im Norden unterscheiden sich sehr von den Bantu–Völkern im Süden. kein Wunder, hätten sie die Tommys nicht zusammengeschmissen, hätten sie ja auch gar nichts miteinander zu tun!

allgemein gesprochen sind die Niloten halbnomadische Rinderhirten, während die Bantu sesshaft sind und Landwirtschaft betreiben.

Donnerstag, 29. März 2012

UGANDAN MUSIC

die Ugander stehen beim Feiern total auf Reggaeton, Hip Hop, Dancehall, RnB etc., Musik zum Arschwackeln also. (und nicht auf wilden Indierock, zu dem man cool rumsteht und maximal auf und abhüpft, wie ich in meiner Jugend.)

Tanzen ist hier ein großer Teil der Kultur, dass sich jemand beim Tanzen blöd und schüchtern vorkommt ist total unbekannt. selbst kleine Kinder wackeln begeistert mit dem Po, und Musik ist allgegenwärtig. deswegen heißt hier tanzen gehen auch wirklich tanzen und nicht am Rand rumstehen, dieses Konzept haben vor allem deutsche Jungs oft noch nicht ganz durchdrungen.

Freitag, 10. Februar 2012

WARUM HEISST HIER EIGENTLICH NIEMAND WIE SEINE ELTERN?

generell schreibt man in Uganda den Nachnamen vor dem Vornamen, nur ganz wenige Leute machen es anders herum. das kennt man ja schon aus asiatischen Ländern, besonders ist aber die Natur des Nachnamens: er ist innerhalb einer Familie nämlich nie der gleiche.

Dienstag, 7. Februar 2012

"IHR WASCHT EUCH DOCH EH NICHT RICHTIG."

Zack findet, dass ich nicht gründlich genug bade.

"bathing" bedeutet hier, ein bassin (eine große Plastikschüssel, hier zu sehen) vollzumachen und sich mit Seife und Schwamm zu waschen. (ich glaube, sich in eine Badewanne voller Wasser zu setzen, würde als extrem unökonomisch angesehen.)

Sonntag, 2. Oktober 2011

UGANDA & DIE DEUTSCHEN FREIWILLIGEN

Nationalflagge

Uganda ist ein Land in Ostafrika. im Norden liegt der Sudan, im Osten Kenia, im Süden Tansania und Ruanda und im Westen Kongo. Im Süden liegt außerdem der Victoria-See.